Arbeitskreis Streuobstwiesen Hildesheim

Kooperationen mit Schulen

Zielsetzung des Arbeitskreises

Der Arbeitskreis hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Interesse der Kinder und Jugendlichen für die Bäume und Wiesen in der Natur zu wecken. Streuobstbäume sind ideal dafür geeignet.

BNE (Bildung für eine nachhaltige Entwicklung) Projekte

Streuobstwiesenbetreuung in Schulen sind anerkannte BNE Projekte. Die Schülerinnen und Schüler können Sie bei den einzelnen Schritt tatkräftig mit einbringen.

In der Hauptsache: Und ganz nebenbei:

Vertreter des Schulbiologiezentrum Hildesheim sind im Arbeitskreis vertreten. So besteht die Möglichkeit, auf die Lehr-Angebote des Schulbiologiezentrums zurückzugreifen.

Beteiligte Schulen / Jugendeinrichtungen

Alle Schulen und Jugendeinrichtungen aus dem Landkreis Hildesheim sind herzlich willkommen. Einige machen schon mit (Stand 12/2014):

Gerne leiten wir Kontaktanfragen weiter.

Streuobstwiesen, denen fleißige Hände fehlen

Lehrer wechseln, Schüler und Eltern verlassen die Schulen, immer wieder kommt es vor, dass bestehende Organisationen einschlafen. Aber auch neue Streuobstwiesenbesitzer melden sich, bzw. dürfen sich melden.
In folgenden Regionen im Landkreis Hildesheim sind uns Streuobstwiesen bekannt, die fleißige Helfer zur Erntezeit suchen:

Welche Schule möchte sich hier engagieren?
Welche weiteren Besitzer einer Streuobstwiese wünschen sich Unterstützung?

Pädagogische Beispielkonzept: Lernort Streuobstwiese

Die Kinder der NAJU Hildesheim auf der Itzumer Streuobstwiese

„Wo sollen wir denn jetzt schneiden?“ Kaum auf der Streuobstwiese in Itzum angekommen, wollten die Kinder der Naturschutzjugend (NAJU) Hildesheim unbedingt gleich loslegen. Zusammen mit Klaus Heisig vom Arbeitskreis Streuobstwiesen und einigen Teilnehmenden seines Obstbaumschnitt-Lehrgangs kümmerte sich unsere NAJU-Kindergruppe an diesem Sonntag-Vormittag im Februar um die fachgerechte Pflege der Wiese. So wurden Apfelbäume geschnitten und die zahlreichen Weiden, die zwischen den Obstbäumen aufgewachsen waren, zurückgeschnitten. Trotz der noch winterlichen Temperaturen waren alle Kinder hoch motiviert und halfen fleißig mit. Nach fast drei Stunden gemeinsamer Arbeit waren schließlich alle Apfelbäume geschnitten, ein Großteil der Weiden gekürzt und das Schnittgut zu großen Haufen zusammengetragen. Zum Schluss blieb dann natürlich auch noch Zeit zum Spielen und für ein kleines Picknick. Und weil uns dieser erste Einsatz auf der Itzumer Wiese so viel Spaß gemacht hat, kamen wir ein paar Wochen später gleich noch einmal wieder: Rechtzeitig vor der beginnenden Brutsaison haben wir gemeinsam mit den Kindern einige selbstgebaute Vogelnistkästen angebracht. Außerdem wurden weitere Weiden zurückgeschnitten.

Wir freuen uns sehr, dass wir uns als NAJU-Gruppe an der Pflege der Wiese beteiligen können und so die Möglichkeit haben, den Kindern diesen Lebensraum näherzubringen! Durch Aktivitäten zu verschiedenen Jahreszeiten werden wir die Veränderungen auf der Wiese hoffentlich über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten und die Erfolge der Arbeit hautnah erleben. Als nächstes Projekt denken wir über die Anlage einer Totholzhecke aus dem angefallenen Schnittgut nach. Zur NABU-Stunde der Gartenvögel im Mai möchten wir dann die Vogelwelt auf der Wiese genauer unter die Lupe nehmen. Und ein echtes Highlight wird bestimmt die Kirschernte im Sommer! Bei der Gelegenheit sollen dann auch die Kirschbäume geschnitten werden.

Informationen zu den Terminen und weiteren Aktionen der NAJU-Kindergruppe Hildesheim, Kontakt: naju-hildesheim@web.de

Streuobstwiesen Itzum

Streuobstwiesen Itzum
Fotos: Freya Wünsch

Grundschule Giesen-Hasede in Kooperation mit der Naturschutzgruppe des Heimatvereins Giesen

Die Streuobstwiese verbindet in idealer Weise zentrale Entwicklungsschwerpunkte der Schule:

Streuobstwiesen an Grundschulen Streuobstwiesen an Grundschulen

Streuobstwiesen an Grundschulen   Streuobstwiesen an Grundschulen  

Streuobstwiesen an Grundschulen   Streuobstwiesen an Grundschulen   Fotos: Laurenz Feindt

Die Streuobstwiese wird von jeder Klasse mindestens einmal im Schuljahr besucht, z.B im Rahmen des Sach-, Deutsch-, Religions-, Mathe- oder Sportunterrichts.

Die Äpfel werden gemeinsam mit Kindern und Eltern geerntet und, wenn die Menge es erlaubt, gemostet. Erfolgt das Mosten durch die mobile Mosterei wird der Termin mit dem Kindergarten, der ebenfalls eine Streuobstwiese unterhält, abgesprochen.

Der Förderverein unserer Schule organisiert den Erntetag und verwaltet das Saftergebnis.

Schule und Obst

Auch Ideen anderer Institutionen greifen das Thema Obst in der Schule auf.

Apfelsaft aus Streuobstwiesen der Region

Neben der Lebensraumerhaltung gibt es bei Streuobstwiesen noch einen weiteren nützlichen Nebeneffekt: Die Gewinnung von naturreinem Apfelsaft; garantiert ohne Zusätze wie Wasser, Zucker oder Konservierungsstoffe hergestellt. Obst, das auf Streuobstwiesen heranreift, darf nicht mit Spritzmitteln behandelt werden.

Die Schulen bieten über den Förderverein der Schule bzw. über den Arbeitskreis den Apfelsaft der gesammelten Äpfe an.

Obstpresse für den Schulunterricht

Es besteht für Schulen aus dem Landkreis die Möglichkeit, sich eine Saftpresse (handbetrieben) gegen einen kleinen Obulus auszuleihen.

Weiterbildungsangebote

5-tägige Ausbildung des BUND zum Streuobst-Pädagogen

Die Niedersächsische Bingo-Umweltstiftung feierte 2014 ihr 25-jähriges Bestehen. Mit ihrem Jubiläumsprojekt "Streuobstwiesen blühen auf!" sorgte sie landesweit dafür, dass Streuobstwiesen geschützt und mehr Menschen im Umwelt- und Naturschutz aktiv wurden. In Kooperation mit dem BUND Niedersachsen organisiert sie seit 2014 jährlich eine Ausbildung zum/r Streuobstpädagogen/in. Die Termine sind von März bis Oktober landesweit verteilt. Anmeldeschluss für 2016 ist der 15. Februar 2016.

1-jährige Ausbildung zum/r Naturpädagoge/in des WaldWerk in Harsum

Die berufsbegleitende Ausbildung Naturpädagogik ist für Pädagogen und Nicht-Pädagogen konzipiert. Sie gliedert sich in 11 Module (235 Übungseinheiten), Selbststudium (min. 36 UE) und Praktikumszeiten (min.15 UE). Der Treffpunkt für jedes Modul ist die Freie Waldorfschule Hildesheim.



Fusszeile